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Als privatversicherter Patient profitieren Sie von kurzen Wartezeiten, Chefarztbehandlung, hoher Kostenerstattung für Sehhilfen, Medikamente, Physiotherapie, Zahnersatz, alternative Heilmethoden.

 

 

Wer kann eine private Krankenversicherung abschließen?

Ganz unabhängig vom Einkommen können sich Beamte, Selbstständige, Freiberufler und auch Studenten privat krankenversichern. Für Staatsdiener lohnt sich diese Entscheidung insbesondere aus finanzieller Sicht. Denn da sie von ihrem Dienstherrn Beihilfe erhalten, müssen sie nur noch einen geringen Teil ihres Krankenversicherungsschutzes mit einer privaten Absicherung ergänzen. Entscheiden sie sich dagegen für eine gesetzliche Krankenkasse, erhalten sie keinen Beitragszuschuss vom Dienstherrn. 

 

Angestellten steht die private Krankenversicherung nicht in jedem Fall offen. Sie müssen ein gewisses Einkommen nachweisen, ehe sie sich von der Versicherungspflicht befreien und in die PKV eintreten können. Die Versicherungspflichtgrenze beziehungsweise Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt 2018 bei einem jährlichen Bruttoeinkommen von 59.400 Euro. Das entspricht monatlich 4.800 Euro brutto. Da sich die JAEG am Lohnniveau in Deutschland orientiert, wird sie in der Regel einmal im Jahr zum Jahreswechsel angepasst. 

 

Wichtig: Privatversicherte Angestellte erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zur PKV in Höhe von 50 Prozent des Versicherungsbeitrags. Dieser ist jedoch gedeckelt und fällt nie höher als der Höchstbeitrag aus, den der Arbeitgeber gesetzlich krankenversicherten Mitarbeitern zahlen würde. 2017 beträgt der Zuschuss maximal 323,03 Euro pro Monat.

Wie unterscheidet sich die gesetzliche und private Krankenversicherung?

  • Beitragsberechnung: Während die Kosten für die GKV vom Einkommen abhängig sind, bestimmen in der privaten Krankenversicherung unter anderem die gewählten Leistungen, das Alter und die Krankheitsgeschichte die Höhe der Versicherungsprämie. 
     
  • Vorkasse: Privatversicherte zahlen für ihre Behandlung zunächst selbst, sofern es sich nicht um einen Krankenhausaufenthalt handelt. Die Rechnung reichen sie dann bei ihrer Versicherung ein, die die Kosten je nach Tarif erstattet. Bei Kassenpatienten erfolgt die Abrechnung dagegen direkt zwischen Krankenkasse und Leistungserbringer. 
     
  • Absicherung der Familienmitglieder: In der gesetzlichen Krankenversicherung sind der kindergeldberechtigte Nachwuchs und der Ehepartner, wenn er nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient, kostenlos über die Familienversicherung geschützt. In der privaten Krankenversicherung muss dagegen für Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen eine selbstständige Versicherung vereinbart werden. 
     
  • Schutz im Ausland: Die GKV kommt für Behandlungen innerhalb der Europäischen Union und in Ländern auf, mit denen die Bundesrepublik ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Allerdings zahlt die Krankenkasse nur den Betrag, den sie für die Behandlung in Deutschland zahlen würde. In der PKV gilt in der Regel ein europaweiter Schutz sowie weltweit eine Absicherung von mindestens einem Monat. Versicherte sollten sich jedoch vor Beginn einer Reise genauer beim Versicherer informieren.
     
  • Leistungen: In der gesetzlichen Krankenversicherung erhält jeder die gleichen Leistungen. Privatversicherte können ihren Versicherungsschutz dagegen individuell zusammenstellen.

Private Krankenversicherung: Welche Leistungen kann man vereinbaren?

In der PKV lässt sich der Versicherungsschutz individuell zusammenstellen. Personen, die beispielsweise viel Wert auf die Kostenerstattung alternativer Heilmethoden legen oder im Krankenhaus vom Chefarzt behandelt werden sowie sich in Ruhe in einem Ein-Bett-Zimmer auskurieren wollen, können die entsprechenden Tarifbausteine wählen und somit Schritt für Schritt 

ihre private Krankenversicherung auf ihre Bedürfnisse zuschneiden

Gibt es alternativen zur Privaten Krankenversicherung?

Personen, die keine private Krankenversicherung abschließen können oder wollen, müssen sich nicht mit den einheitlichen gesetzlichen Kassenleistungen zufriedengeben. Sie haben die Möglichkeit, über private Krankenzusatzversicherungen ihren Schutz zu ergänzen. Besonders gefragt sind unter Kassenpatienten Zahnzusatzversicherungen. Mit ihnen reduzieren Versicherte die Kosten beim Zahnarzt durch Zahnbehandlung oder Zahnersatz deutlich. Auch für ambulante Behandlungen und für die Unterbringung und Versorgung im Krankenhaus lassen sich Zusatzversicherungen vereinbaren.

Private Krankenversicherung: Was ist beim Wechsel zu beachten?

Die Wahl des optimalen privaten Krankenversicherers sollten sich Interessierte nicht zu leicht machen. Denn sie binden sich im besten Fall für das ganze Leben an ihn. Daher ist es wichtig, dass sie sich bei ihrer Entscheidung beraten lassen und auch Ergebnisse unterschiedlicher Tests zur privaten Krankenversicherung berücksichtigen. Nur auf dieser Grundlage lässt sich ein Anbieter finden, mit dem Versicherte langfristig zufrieden sind.

 

Sollten sie dennoch innerhalb der privaten Krankenversicherung wechseln wollen, ist es ratsam, nach Möglichkeit einen Tarifwechsel beim gleichen Anbieter anzustreben. Zwar lässt sich seit 2009 ein Teil der Altersrückstellungen zum neuen Versicherer mitnehmen. Das Polster, mit dem Beitragssprünge im Alter abgefedert werden, muss jedoch teils neu aufgebaut werden, was den Anbieterwechsel unattraktiv macht. Beim gleichen Unternehmen bleiben die Rückstellungen bei einem Wechsel jedoch erhalten.

 

Darüber hinaus ist der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Angestellte müssen ihr Einkommen so anpassen, dass sie damit unter die aktuelle Versicherungspflichtgrenze kommen. Privatversicherte Selbstständige können dagegen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, um GKV-Mitglied zu werden. Allerdings gelten diese Optionen nicht für über 55-Jährige. Hier hat der Gesetzgeber den Wechsel von der PKV in die GKV fast unmöglich gemacht.