Wohngebäudeversicherung und Steuern

Kann die Wohngebäudeversicherung von der Steuer abgesetzt werden?
Gebäudeversicherung von der Steuer absetzen

Die Wohngebäudeversicherung springt für Kosten ein die bei Schäden am Gebäude eintreten. Vermieter und Eigen­tümer stellen sich immer wieder die Frage, ob die Beiträge zur Wohn­gebäude­ver­sicherung von der Steuer absetzbar sind. Vorerst lautet die Antwort: nein. Hier gibt es eine Ausnahme: Wenn Sie Selbst­ständig oder Frei­berufler sind und das Haus/Zimmer für ihre berufliche Tätigkeit nutzen. Im nachfolgenden Artikel haben wir ein paar Informationen zusammengefasst die für Sie Interesannt und wichtig sein können zur Wohngebäudeversicherung.

So wird die Wohngebäudeversicherung in der Steuer behandelt

Als Immobilieneigentümer ist eine Wohngebäudeversicherung unverzichtbar. Denn ein größerer Brand oder ein abgedecktes Dach kann ein Gebäude unbewohnbar machen und hohe Kosten verursachen, die in die hunderttausende Euro gehen können. Imm wieder stellen sich Versicherungsnehmer die Frage, ob sich die Beiträge zur Wohngebäudeversicherung von der Steuer absetzen lassen.

 

Was in der Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung machbar ist, sollte auch hier gehen oder?

 

Was auf den ersten Blick vergleichbar scheint, darf aber nicht verwechselt werden. Denn im Gegensatz zur Privat-Haftpflichtversicherung stuft der Gesetzgeber die Gebäudeversicherung nicht als Vorsorgeaufwendung ein. Nur diese können aber in der Steuererklärung geltend gemacht werden.  Daher haben Sie als Eigentümer von selbstgenutzten Immobilien  keine Möglichkeit, die Beiträge zur Wohngebäudeversicherung steuerlich abzusetzen.

Als Vermieter die Wohngebäudeversicherung steuerlich absetzen

Auch als Vermieter ändert sich an der Situation momentan nichts: Die Wohngebäudeversicherung lässt sich nicht von der Steuer absetzen. Allerdings haben Sie als Vermieter die Möglichkeit, die Beiträge für Versicherungen über die „Betriebsausgaben zur Vermietung und Verpachtung“ abzurechnen und so auf die Mieter umzulegen. Die Grundlage dafür bildet der § 2 der Betriebskostenverordnung, der die Wohngebäudeversicherung explizit als umlagefähige Nebenkosten nennt.

Als Vermieter sind Sie an das Wirtschaftlichkeitsgebot in der Nebenkostenabrechnung gebunden und dürfen keine Policen abschließen, die den Interessen des Mieters widersprechen bzw benachteiligen. Kommt es zu einem Schaden, ist der Vermieter dazu verpflichtet, diesen zu beheben.


Wichtige Leistungen in der Gebäudeversicherung

In der Wohngebäudeversicherung sind auch Leistungen vorhanden die auch für Mietzahlungen für eine Ersatzunterkunft aufkommen, wenn die beschädigte Immobilie für einen längeren Zeitraum nicht bewohnt werden kann und keine anderen Möglichkeiten vorhanden sind. Wer eine Eigentumswohnung bewohnt, bezahlt die Versicherungsbeiträge in der Regel über das Hausgeld. Damit decken die Mitglieder von Wohneigentümergemeinschaften die Betriebskosten ab.


In diesen Fällen ist die Wohngebäudeversicherung von der Steuer absetzbar

Eine Ausnahme hier ergibt sich für Eigentümer, wenn diese ihre Immobilie selbst bewohnen und einzelne Zimmer beruflich nutzen. Wichtig ist hier zu Wissen, dass diese Räume vom Wohnraum klar und deutlich abgegrenzt sind und überwiegend beruflich genutzt werden. In diesem Fall sind die Kosten für die Gebäudeversicherung anteilig für die genutzten Arbeitszimmer von der Steuer absetzbar. Den errechneten Anteil können Sie als Werbungskosten oder – wenn Sie selbstständig sind – als Betriebsausgaben in der Steuer geltend machen.

 

Berechnen Sie dazu einfach den prozentualen Anteil der beruflich genutzten Räume an der Gesamtquadratmeterzahl der versicherten Immobilie.

 

Wer beispielsweise eine 220-m²-Immobilie bewohnt und davon ein 15 m² großes Zimmer für berufliche Tätigkeiten nutzt, darf 6,8 Prozent der Versicherungsprämie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen.

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