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Kernsanierung in der Wohngebäudeversicherung

Kernsanierung in der Wohngebäudeversicherung
Kernsanierung und Wohngebäudeversicherung

Unter einer Kernsanierung versteht man wenn ein Gebäude durch diverse bauliche Sanierungsmaßnahmen wieder in einen neuwertigen Zustand versetzt wird. Gerade durch solche Tätigkeiten sind viele Wohngebäudeversicherer bereit bei Gebäuden, die innerhalb der letzten 25 Jahre kernsaniert wurden super Rabatte zu geben. Hier wird das Gebäudealter also schon einem Neubau gleichgestellt.

Auch hier muss man einige Dinge beachten. Diese haben wir im nachfolgenden Artikel für Sie zusammengefasst.

Sanierung Immobilie: Wann ist es eine Kernsanierung?

Der Vorstand einer Versicherung definiert Kernsanierung wie folg:

Kernsanierung bedeutet, dass Dachstuhl, Mauern, Decken, Böden, Putz, Fenster und Türen in einen neuwertigen Zustand versetzt wurden. Grundvoraussetzung ist zudem die komplette Erneuerung des Rohrleitungssystems (Zu- und Abwasserleitungen), der Heizungseinrichtungen, der sanitären Anlagen, der elektrischen Leitungen und der Dacheindeckung.

 

Die Beiträge zur Wohngebäudeversicherung können sinken, wenn der Hausbesitzer eine Kernsanierung durchführt. Doch hier ist Vorsicht geboten. Versicherer definieren Kernsanierung sehr unterschiedlich.

 

Steht eine Kernsanierung an, sollten Hausbesitzer gemeinsam mit dem Vermittler prüfen, unter welche Voraussetzungen der Versicherer von einer Kernsanierung spricht, die zu einer Beitragsreduzierung führt.


Gerne beraten wir Sie hierzu kostenlos und unverbindlich. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!

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Achtung! Kernsanierung sollte ernstgenommen werden

Nach einer Gebäudesanierung schloss eine Familie über einen Versicherungsmakler einen neuen Wohngebäudeversicherung-Tarif ab. Dank der „Kernsanierung“ sollte der Vertrag weniger kosten.
Doch aus der vermeintlichen Kostenersparnis entwickelte sich ein Alptraum für die Versicherten. Nach einem Brand wurden nämlich alte Elektroleitungen als Brandursache festgestellt. Für den Versicherer ist damit klar: Es kann keine Kernsanierung im Sinne der Versicherungsbedingungen vorgelegen haben. Denn laut Vertragsbedingungen hätte ein Austausch von Elektroleitungen unbedingt zur Kernsanierung dazugehört.

Wie viel kostet die Kernsanierung eines Hauses?

Genau lassen sich die Kosten einer Kernsanierung nicht sagen. Wie viel Geld Sie dafür in die Hand nehmen müssen, hängt immer von verschiedenen Faktoren ab wie vom Standort bis zum Handwerkerbetrieb. In der Regel werden die Kosten pro Quadratmeter angegeben.

 

Um ein noch einigermaßen gut erhaltenes Gebäude aus den 70er und 80er Jahren auf einen aktuellen Stand zu bringen, muss man ungefähr 20 % des Kaufpreises kalkulieren, bei einem Gebäude aus den 50er und 60er Jahren sind es rund 40 % des Kaufpreises bei allen Vorkriegsbauten, die noch einigermaßen gut sind, muss man meist mit 50 % – 60 % des Kaufpreises für eine gewöhnliche Sanierung rechnen.

 

Bei Gebäuden, die zur Kernsanierung fällig sind, wird man in den meisten Fällen dagegen bei fast 100 % des Kaufpreises oder sogar darüber liegen.

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