Grundbucheintrag - Dauer & Kosten

Der Grundbucheintrag erfolgt immer beim Kauf oder Bau einer Immobilie und wird vom Grundbuchamt ausgeführt. Wie lange eine Eintragung dauert und welche Kosten auf Sie zukommen, erklären wir hier im nachfolgenden Teil. Der Grundbucheintrag dient dazu, die Eigentumsverhältnisse einer Immobilie oder eines Grundstücks schriftlich festzuhalten. Darüber hinaus gibt er Auskunft über die jeweiligen finanziellen Belastungen wie zum Beispiel einer Grundschuld zugunsten der Bank. Bestehen mehrere Belastungen, werden diese je nach Rangfolge geordnet. Sie legen fest, wer im Zuge einer Zwangsversteigerung zuerst an sein Geld kommt. Meist wird diese Rangfolge abhängig vom Zeitpunkt der jeweiligen Eintragungen festgelegt.

Eine Einsicht in das Grundbuch kann hauptsächlich der Eigentümer vornehmen. Aber auch Makler, Banken und andere Behörden kann bei berechtigtem Interesse einen Blick ins Verzeichnis gewährt werden.

 

Dauer einer Grundbucheintragung

Die Bearbeitungsdauer des Grundbucheintrags durch das Grundbuchamt kann von einigen Wochen bis sehr lange (mehrere Monate) dauern. In der Regel führt ein Notar den Grundbucheintrag durch. Dieser benötigt jedoch zuerst alle notwendigen beglaubigten Urkunden und muss die Echtheit der Unterschriften prüfen. Erst wenn alle Maßnahmen geklärt sind und der Kaufvertrag schriftlich abgeschlossen wurde, kann der Grundbucheintrag veranlasst werden. Dabei ist es üblich, dass der Notar zuerst eine sogenannte „Auflassungsvormerkung“ im Grundbuch einträgt, um die Immobilie bis zum endgültigen Eintrag zu „reservieren“. Befindet sich im Grundbuch ein Erstbesitzer,dann hat der Notar dafür zu sorgen auch die Grundschulden des Vorbesitzers zu löschen. Eine weitere Aufgabe des Notares ist es dem Finanzamt mitzuteilen, dass die Immobilie einen neuen Besitzer hat. Hier bekommt der Käufer eine Aufforderung, die Grunderwerbsteuer zu zahlen. Erst wenn diese Steuer bezahlt wurde, sendet das Finanzamt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung an den Notar.

 

Gut zu wissen: Ohne die Unbedenklichkeitsbescheinigung ist eine Grundbucheintragung nicht möglich. Später wird dann auch der Kaufpreis fällig zum Zahlen. Erst wenn das Geld beim Verkäufer eingegangen ist, darf der Notar den Grundbucheintrag rechtsmäßig durchführen. Hier ist etwas Geduld gefragt, auch wenn sich das Grundbuchamt etwas länger Zeit lässt. Sie haben es ja bald geschafft und meistens macht man so etwas nur einmal im Leben.

Was kostet die Eintragung ins Grundbuch?

Die Kosten des Grundbucheintrags hängen hauptsächlich von der Art der Eintragung und dem sogenannten Eintragungswert ab. Als neuer Eigentümer einer Immobilie können Sie mit einem Richtwert von etwa 1,5 Prozent des Immobilienpreises rechnen. Davon sind ca. 1% Notarkosten und 0,5 % Kosten für Grundbuch. Wer eine genaue Auskunft erhalten möchte, empfehlen wir, sich mit dem Grundbuchamt in Verbindung zu setzen.

 

Notarkosten

In der Grundbucheintragungsgebühr und damit auch in den Gebührentabellen des Grundbuchamts nicht enthalten sind die anfallenden Notarkosten. Diese können jedoch nicht genau beziffert werden, da sie vor allem auch vom jeweiligen Bundesland abhängig sind. 

 

Wenn Sie Ihren Baukredit vollständig bezahlt haben, sollten Sie die Grundschuld der Bank nicht voreilig löschen, sondern sie lediglich stilllegen. Das bietet den Vorteil, dass bei einem neuen Darlehen für einen Umbau oder bei Reparaturen die Grundschuld einfach wieder aktiviert wird und nicht komplett neu eingetragen werden muss. Somit sparen Sie sich zusätzlich Kosten. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0