Baugrundstück finden - Tipps vom Experten

Baugrundstück - wie finde ich eines?
Baugrundstück - wie finde ich eines?

 

Wenn Sie auf der Suche nach einem Baugrundstück sind, haben wir nachfolgend einige Tipps was Sie alles beachten sollten. Eine erste Anlaufstelle für Baugrundstücke sind die Bauträger vor Ort. Baugrundstücke können aber auch von Kommunen oder privaten Eigentümern gekauft werden.

Das passende Baugrundstück finden

Die größten Erfolgschancen um ein Baugrundstück zu finden, dass zum Verkauf steht, sollten Sie die bekannten Immobilienportale im Internet oder die regionale Zeitung auf Anzeigen durchsuchen. Neben den Baugrundstücken finden Sie auch Anzeigen zu Immobilienauktionen und Zwangsversteigerungen.

 

Eine weitere Alternative ist direkt der Gemeinde anzurufen, ob es noch bebaubare Flächen gibt oder eine Erschließung eines neuen Baugebiets Zukünftig geplant ist. Wenn ja, sollten Sie sich erkundigen, ob es bereits einen fertigen Bebauungsplan gibt und ob Sie diesen einsehen dürfen. Logischer weise sind Sie meistens nicht allein, die sich dafür interessieren. Daher empfehlen wir, frühzeitig sein Interesse für ein passendes Grundstück zu bemühen.

 

Meistens haben auch Makler neben Immobilien oft auch eine kleine Auswahl an Baugrundstücken im Angebot. Auch wenn diese gerade nichts haben, können Sie diesen einen Suchauftrag vermitteln. Vielleicht klappt hier ja etwas. Bitte beachten: Bei Erfolg müssen Sie eine Maklercourtage zahlen.      

 

Hören Sie sich auch in der Nachbarschaft um – nicht jedes Grundstück, das verkauft werden soll, wird auch öffentlich ausgeschrieben. Eine gute Idee hierzu ist über Google Maps zu suchen.    

 

Kann das Grundstück bebaut werden?

Es ist geschafft! Sie haben Ihr Traumgrundstück gefunden. Hier sollten Sie sich die Frage stellen, ob das Grundstück überhaupt bebaut werden kann. Prüfen Sie, ob es sich um ausgewiesenes Bauland nach §30 oder §34 des Baugesetzbuches (BauBG) handelt, das ohne Einschränkung für den Bau eines Eigenheims geeignet ist. Ist das Baugrundstück in keinem Baugebiet, sollten Sie eine Bauvoranfrage an Ihre Gemeinde stellen. Die Baubehörde gibt Ihnen rechtsverbindliche Auskünfte zur Bebaubarkeit des Grundstücks. Handelt es sich lediglich um sogenanntes Bauerwartungsland, lassen Sie lieber die Finger von dem Kauf. Diese Flächen sind im Flächennutzungsplan der Kommune langfristig zwar als Bauland vorgesehen, es existiert aber noch kein Bebauungsplan. Die Realisierung Ihres Vorhabens könnte sich auf Jahre hinaus verzögern.

Bebauungsplan bei Grundstück

Was ist ein Bebauungsplan?
Was ist ein Bebauungsplan?

Wenn für das Grundstück ein Bebauungsplan vorliegt, ist es von großen Vorteil. Ein Bebauungsplan regelt in Deutschland die Art und Weise der möglichen Bebauung von Grundstücken und die Nutzung der in diesem Zusammenhang stehenden von einer Bebauung frei zu haltenden Flächen.Wie einheitlich die Bebauung sein soll, kann jede Gemeinde im Bebauungsplan selbst festlegen. Grundsätzlich gilt:

Ist die Nachfrage nach Baugrundstücken in einer Gemeinde wenig / gering = mehr Freiheiten für die Immobilie.

Grundstück kaufen: Was sollte ich beachten?

 

Wenn Sie ein Grundstück kaufen möchten, sollten Sie folgende Dinge geklärt haben:

  • Um welche Art von Boden handelt es sich?
  • Gibt es undurchlässige Schichten?
  • Ist mit organischen Einschlüssen zu rechnen?
  • Gab es auf dem Grundstück Bodenverfüllungen? Wenn ja: Wann und was?
  • Liegt das Grundstück im Bereich geologischer Störungen?
  • Wie tief ist das Grundwasser und müssen Sie mit Grundwasserschwankungen rechnen?
  • Tritt Schichtwasser oder drückendes Wasser auf?
  • Wird das Bauland zeitweise überschwemmt?
  • War auf dem Grundstück in der Vergangenheit Gewerbe angesiedelt? Wenn ja, welches?
  • Wurden auf dem Areal Bauschutt, Treibstoff, Öl, Lacke, Chemikalien, Produktionsabfälle oder Hausmüll gelagert?
  • Muss damit gerechnet werden, Reste aus dem Krieg zu finden?
  • Sind Brände oder Unfälle in der Vergangenheit bekannt?

 

Checkliste bei Erschließung des Baugrundstücks

  • Ist Trinkwasser schon angeschlossen?
  • Wie weit ist die nächste öffentliche Trinkwasserleitung entfernt?
  • Findet sich auf dem Grundstück ein Anschluss für Abwasser?
  • Wie weit ist die Abwasserleitung entfernt?
  • Wie tief liegt die Abwasserleitung?
  • Ist ein Anschluss für Ferngas vorhanden?
  • Wie weit ist die Gasleitung entfernt?
  • Wurden bereits Elektroleitungen verlegt?
  • Wie weit sind diese Leitungen entfernt?
  • Gibt es einen Telefon- und / oder Kabelanschluss?
  • Führen Versorgungsleitungen über das Grundstück? Wenn ja, welche?
  •  Sind die Erschließungsbeiträge und Ausbaubeiträge bezahlt?
  • Welche Kosten fallen noch an?

Kosten bei Erwerb eines Grundstückes

Haben Sie das passende Baugrundstück gefunden und sich dazu entschlossen, das Grundstück zu kaufen, bereitet für Sie ein Notar den Kaufvertrag vor. Er überprüft die Eintragungen im Grundbuch und formuliert den Vertragstext. Nach Vorlesung der vereinbarten Pflichten und Unterschrift aller Beteiligten, informiert der Notar das Finanzamt, den zuständigen Gutachterausschuss und das Grundbuchamt. Er holt Löschungsunterlagen und weitere gesetzlich erforderlichen Genehmigungen ein. Zusätzlich zum Grundstückspreis fallen folgende Nebenkosten an:

 

Maklercourtage: Haben Sie einen Makler beauftragt? Dann kostet Sie das drei bis sechs Prozent Courtage vom notariellen Kaufpreis– je nach Region unterscheiden sich die Courtagen.

 

Notar: Damit der Kauf rechtskräftig ist, benötigen Sie einen Vertrag, der vom Notar beurkundet wird. Für diese Leistung verlangt er Gebühren, die sich nach einer festgelegten Kostenordnung richten. Die Höhe des Betrags ist dabei nicht nur vom Kaufpreis abhängig, sondern auch vom Aufwand, den der Notar hat. Sie können entscheiden, ob Sie ihm lediglich die Beurkundung überlassen oder ihn beispielsweise auch mit dem Grundbucheintrag beauftragen. Der Eintrag selbst kostet auf jeden Fall zusätzlich Geld.

 

Steuer & Erschließung: Beim Kauf nimmt der Staat 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer ein. Wenn Sie am Anfang das Bauland erwerben, dann zahlen Sie auch für das künftige Gebäude Grunderwerbsteuer, wenn das Grundstück bereits mit dem geplanten Haus verkauft wird. Der Käufer zahlt hingegen die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück, wenn er sich nach dem Erwerb frei für einen Bauträger entscheiden kann.


Wer Bauland kauft, muss zusätzlich noch mit Erschließungskosten rechnen. Darunter fallen Anschlussgebühren für Kanal, Wasser, Strom, Gas oder Fernwärme, Kabel und Telefon. Werden vor dem Bau noch alte Gebäude abgerissen oder ähnliches, dann sollten Sie auch diese Kosten berücksichtigen. Vergessen Sie nicht Baugenehmigungsgebühren, Strom- sowie Wasserkosten für die Baustelle und laufendeVersicherungsbeiträge.


Denken Sie auch an die passende Baufinanzierung

Sie haben das Grundstück und die Immobilie - wir haben Ihre individuelle Baufinanzierung. Im Vergleich über 300 namhafte Banken, die nicht nur günstige Zinsen anbieten sondern auch eine Finanzierung die sich auf Ihre Bedürfnisse abstimmt. Vertrauen auch Sie auf eine Expertenberatung.

Seit 1988 helfen wir Menschen dabei, die passende Baufinanzierung zu vergleichen.

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